Glasübersicht

Die Bedeutung des Glases im Wintergarten

Neben der Tragwerkskonstruktion kommt der Wintergarten Verglasung eine zentrale Bedeutung zu. Dies wird oft unterschätzt, obwohl der Baustoff Glas Träger einer Reihe von Funktionen ist. Dies betrifft nicht nur seine Transparenz für Licht und Wärme. Gleichzeitig trägt die Verglasung im Wohnwintergarten die Hauptverantwortung für die Wärmedämmung und die solaren Zugewinne im gesamten Jahr. Die Verglasung übernimmt im Wesentlichen den Schallschutz, muss aber auch Durchbruchhemmung, Absturzsicherung oder Einbruchschutz bieten und trägt zum Sonnenschutz bei. Speziell oberflächenvergütetes Glas kann anhaftenden organischen Schmutz zersetzen (“Selbstreinigung”). Angesichts der zahlreichen Funktionen, die von der Verglasung erfüllt werden können, und der Vielfalt an erhältlichen Glastypen eine besteht eine große Auswahl hinsichtlich des einzubauenden Glases. Von daher sollte dem Thema Verglasung genügend Beachtung geschenkt werden.

Einfachverglasung

Bei Einfachglas handelt es sich um Fensterverglasungen, die sich aus einer einfachen Flachglasscheibe zusammensetzen. Allerdings ergibt sich bei dieser Art der Verglasung einer großer Nachteil: Einfachverglasungen weisen einen äußerst hohen Wärmedurchgangskoeffizient (k-Wert) auf, der verglichen mit modernen Wärmeschutzverglasungen etwa fünfmal höher ist und wesentlich höhere Heizkosten verursacht. Heutzutage wird eine Einfachverglasung nicht mehr verwendet, sogar bei den meisten Altbauten werden Doppelfenster bevorzugt. Im Falle von Sanierungen und Neubauten ist der Einsatz außerdem nicht mehr zulässig. Zudem sind auch Sicherheitsaspekte zu beachten: Einfachglas zerbricht erheblich schneller und kann zu scharfen Kanten führen.

Isolierverglasung

Bei Isoliergläsern sind die Scheiben in einem Abstand von 20 bis 30 Millimeter durch ein abgedichtetes Umfassungsprofil miteinander verbunden. Dadurch entsteht ein Scheibenzwischenraum, in dem sich trockene Luft befindet. Verglichen mit Einscheibenverglasungen werden Isolierverglasungen daher höheren Ansprüchen an Wärme- und Schallschutz gerecht. Jedoch gelten jene Verglasungen heute als überholt und dürfen bei Neubauten oder Sanierungen nicht mehr verwendet werden.

Wärmeschutzverglasung

Bei Wärmeschutzgläsern handelt es sich um eine Fortentwicklung der Isolierverglasung: Isoliergläser werden dann als Wärmeschutzgläser bezeichnet, wenn zumindest eine der Scheiben speziell beschichtet wurde. Auf der Innenseite der raumseitigen Scheibe wird nämlich eine farbneutrale, dünne Metalloxidschicht aufgetragen, die die Wärmestrahlung reflektiert. Dadurch wird die Abstrahlung nach außen vermindert. In der Regel befinden sie sich im Scheibenzwischenraum, um einer Beschädigung bei Reinigung oder Nutzung vorzubeugen. Zudem ist der Scheibenzwischenraum nicht mit trockener Luft, wie bei der Isolierverglasung, sondern mit Edelgas gefüllt. Der Vorteil liegt darin, dass diese Gase zu besseren Dämmeigenschaften führen, weil sie einen niedrigeren Wärmeleitwert besitzen. Allgemein werden Wärmeschutzgläser in der Regel als Zweischeiben- und Dreischeiben-Isolierverglasung angeboten. Damit werden hervorragende Wärmedämmwerte erzielt.

Dreifachverglasung

Bei Fenstern gilt die Dreifachverglasung als der neuste Stand der Technik: Fenster mit Dreifachverglasung sind entweder Isolier- oder Wärmeschutzgläser, die allerdings aus drei Scheiben bestehen. Bei Dreifachwärmeschutzglas sind also auch die Zwischenräume der Scheiben mit Edelgas, meist Krypton oder Argon, gefüllt und zwei der insgesamt drei Scheiben mit Metalldampf beschichtet. So wird die Heizungswärme im Innenraum behalten und gleichzeitig ein zu großes Aufheizen der Räume im Sommer verhindert. Dadurch ist eine Investition in eine Dreifachverglasung sicherlich rentabel, denn es kann noch mehr Energie gespart als mit den mittlerweile üblichen Fenstern mit Zweifachverglasungen. Allerdings erhöht sich auch das Gewicht der Scheiben, sodass darauf geachtet werden muss, dass der Fachbetrieb für Ihren Wintergarten derartige Schwergewichte handeln kann. Denn um große Schiebeelemente zu montieren braucht es in vielen Fällen einen (Anhänger-)Kran, den viele Firmen oft genug leider nicht besitzen. Für mehr Informationen zum Thema der Dreifachverglasung können Sie sich auch gerne hier informieren: Dreifachverglasung.

Warme Kante

Bis vor kurzem wurde der Abstandhalter, der die Gläser im Randverbund zu einem „Paket“ werden lässt, aus Aluminium hergestellt. Wegen dessen hoher Wärmeleitfähigkeit nahm die Wärmedämmung der Isolier-Verglasung zum Rand hin ab. Das verschlechtert den U-Wert der Verglasung, führt aber auch zu hässlichen “Bilderrahmen-Effekten” und Kondensat an den Rändern bis hin zu ablaufendem, kondensiertem Wasser. Die Industrie hat darauf mit der Entwicklung von speziellen Abstandhaltern aus Edelstahl und/oder Kunststoff reagiert, den “Warmen Kanten”. Im Bereich der beheizten Wintergärten sind diese zum Standard für die Verglasung geworden.

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